Zidane verlässt den Klub
Zinedine Zidane ist nicht länger Trainer von Real Madrid. Der Franzose trat freiwillig von seinem Posten zurück und zog damit persönliche Konsequenzen aus der jüngst abgelaufenen Spielzeit, die ohne Titel für die Königlichen endete. In der Liga wurde Real Zweiter hinter dem Stadtrivalen Atletico Madrid. In der Champions League war im Halbfinale gegen den FC Chelsea Schluss. Und im Pokal blamierten sich die Königlichen in der dritten Runde bis auf die Knochen: Sie schieden gegen CD Alycocano aus. Der Gewinner spielt eigentlich in der dritten Liga.
Abschied hatte sich seit geraumer Zeit abgezeichnet
Eine wirkliche Überraschung ist der Abschied Zidanes nicht. Seit Wochen gibt es entsprechende Gerüchte. Der Franzose hat die Mannschaft wohl tatsächlich schon vor dem letzten Spieltag informiert, dass er gehen wird. Das Team steht in diesem Sommer vor einem Radikalumbau, um konkurrenzfähig zu bleiben. Der 48-Jährige soll nicht gewillt sein, diesen durchzuführen und damit einer ganzen Reihe von Spielern weh zu tun. Im Kern ist es schließlich noch immer die Mannschaft, mit der von 2016 bis 2018 gleich drei Mal in Folge die Champions League gewinnen konnte.
Zidane hat sich dieser Mannschaft zu jeder Zeit nahe gefühlt. Schnell soll er seinen ersten Rücktritt im Sommer 2018 bereut haben. Nicht ohne Grund kam er bereits im Frühjahr 2019 wieder zurück, als ihn das Team brauchte. Der alte Zauber wollte jedoch nie wieder entstehen. Zidane selbst geriet deshalb in die Kritik, er sei nicht in der Lage, den harten, aber notwendigen Schnitt zu vollziehen. Im Prinzip bestätigt sein aktueller Rücktritt dies.
Ehrenvolle Verabschiedung
Real verabschiedet ihn trotzdem ehrenvoll. Zidane wisse, dass er im Herzen des Vereins sei und die Königlichen stets sein Zuhause blieben, schrieb der Verein in der Pressemitteilung zur Bekanntmachung des Rücktritts. Weiter ging es damit, dass der Franzose zu den „großen Mythen der Klubgeschichte“ zähle. Seine Legende gehe weit darüber hinaus, was er als Spieler und Trainer für den Verein gewesen sei. Antonio Conte und Raul werden als mögliche Nachfolger Zidanes gehandelt.